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Eines der interessantesten Themengebiete für fortgeschrittene PC-User
ist zweifellos, ein eigenes Netzwerk aufzubauen.
Wie überall, wenn man Neuland betritt, wirft dieses Thema viele
Fragen
und Probleme auf.
Ohne viel gefachsimpel und fachchinesisch erfährst Du auf den folgenden
Seiten, wie man so preiswert und effektiv wie möglich die Verbindung
zwischen mehreren Rechnern aufbaut und wie man die häufigsten Fehler
vermeidet:
Vorüberlegungen
Bestimmt hast Du schon gewisse Vorstellungen, was Du machen möchtest.
Die Anzahl der Rechner, welche Betriebssysteme drauf sind und was Du genau
Du mit einem Netzwerk bezwecken möchtest.
Ob für LAN-Spiele, Datenaustausch zwischen mobilen Laptops mit stationären
Desktop-PC´s, Sicherheitskopien erstellen oder-oder-oder... .
AAAber bevor es losgeht, mach das, was viele Netzwerkadministratoren
vorher auch machen:
Zettel und Stift schnappen und das Netzwerk erst einmal schematisch aufmalen.
Dabei solltest Du Dir über folgende Dinge Gedanken machen:
- Soll die Verbindung direkt, mit ein Hub oder gar einem Switch erfolgen?
- Wie lang sollten die Kabel sein, in welcher Anzahl?
- Wie viele Netzwerkkarten werden benötigt?
- Soll ein Rechner als Server laufen?
- Welche Betriebssysteme möchtest Du einsetzen?
- Ferner solltest Du die IP-Adressen-Vergabe und Netzerknamen notieren.
Parallel dazu kannst Du gleich den Einkaufszettel schreiben.
Auch wenn Du jetzt voll unter Tatendrang stehst, solltest Du lieber im
Internet Preisvergleiche anstellen und auch mal bei ebay.de
vorbeischauen, bevor Du den nächsten Media Markt stürmst.
Lieber 3 Tage für den Versand warten, als dort das Geld für
Billigschrott zu verpulvern.
Um Dich bei der Entscheidung Deiner individuellen Konfiguration zu unterstützen,
findest Du nachfolgend sämtliche Hardware-Variationen, die derzeit
erhältlich sind.
Was für Hard- und Software braucht man
genau um ein Netzwerk einzurichten?
Theoretisch kann man ALLE Computer miteinander vernetzen, ob nun ein alter
286er oder ein Pentium XY und benötigt nur 3 Sachen um die Rechner
zu vernetzen:
Die Netzwerkkarte, mit der die Kommunikation der Rechner untereinander
erst möglich wird.
Entsprechend passendes und langes Netzwerkkabel.
Und ein vernünftiges Betriebssystem.
Praktisch sieht es allerdings ganz anders aus.
Es gibt die Verschiedensten Bezeichnungen, Kabelsorten, Netzarten, Verteiler,
Hersteller und Anschlußarten. Es dauert schon eine kleine Ewigkeit,
bis man alles auf`m Schirm hat.
Deshalb habe ich diese Webseiten geschrieben.
Die Hardware
Welche Netzwerk-Unterscheidungsmerkmale gibt es?
Netzwerke unterscheidet man zum Einen durch die Kabelarten zum Anderen
durch die Architektur.
Kabelarten:
COAX-Kabel (sieht aus wie ein Antennenstecker)
RJ45-Kabel (sieht aus wie ein ISDN-Stecker)
Architektur
Ring -
Rechner sind ringförmig miteinander verbunden, jeder hat also zwei
Nachbarrechner
Stern -
Rechner werden über einen Knotenpunkt, den Hub, miteinander verkabelt.
Maschen - jeder Rechner ist mit einem Nachbarn und einem Zentralrechner
verbunden
Bus - Rechner sind über eine Leitung, dem Bus, wie an einer Perlenkette
miteinander verbunden
Welche Netzwerkkarten-Unterscheidungsmerkmale gibt es?
Bei den Netzwerkkarten ist die Vielfalt groß. Sie werden anhand
der Schnittstelle, der Anschlußart, der Geschwindigkeit und natürlich
in der Qualität unterschieden.
Netzwerkkarten werden auch Ethernet-Karten oder NIC (Network
Interface Cart) genannt.
Schnittstelle am PC:
Der alte ISA,
Der aktuelle PCI,
aber auch USB und Firewire-Netzwerkadapter werden angeboten.
Anschlußart
Der alte Coax-Anschluß
Der aktuelle RJ45
Geschwindigkeit
10MBit/sek
100MB/sek
Marke & Preis
Wer ein Hochleistungsnetz aufbauen will, sollte schon zu teureren Karten
greifen.
Um jedoch ein DSL- oder privates Netz aufbauen will, genügt eine
NoNamekare für 9€.
Welche Netzwerkkabel gibt es?
Vor dem Kauf mußt Du entscheiden, ob es ein COAX- oder RJ45-Netz
werden soll.
Coax,
auch BNC RG49 oder Koax genannt, kriegt man regelrecht hinterher geworfen
und bekommt man meistens schon komplett geschenkt, da es veraltet ist.
Wichtig zu Beachten ist, dass bei Verbindung mit T-Stücken an ungenutzte
Anschlüsse Abschlußwiederstände aufgesetzt werden müssen.
Zeitgemäßer
ist das Netzwerkkabel mit RJ45-Steckern, auch Westernstecker genannt.
Es wird in den verschiedensten Farben und Längen angeboten.
Wird ein Kabel zur direkten Verbinden zweier Rechner benötigt,
braucht man ein. sog. Crossover-Kabel. Es wird auch Twisted-Pair-Kabel
genannt und sieht äußerlich mit dem RJ45-Kabel gleich aus,
ist aber "gekreuzt" gepolt.
Es wird für PC-zu-PC oder DSL Modem-Hub-Verbindungen benötigt
und wird nochmals in UTP (ungeschirmtes) und STP (abgeschirmtes) Kabel
unterschieden.
Soll das Kabel einfach unter Schreibtisch oder Teppichkante oder aber
professionell mit Kabelschächten und Steckdosen verlegt werden?
Dann kann man auch Netzwerkkabel "von der Rolle" gekauft werden
und mit speziellem Werkzeug (Crimp-Zange) verlegt und angeschlossen
werden.
Was für "Verteiler" gibt es?
Um PC´s miteinander zu verbinden benötigt man einem "Verteiler".
Dieser nennt sich Hub und in ihn können beliebig viele Rechner
eingesteckt und verbunden werden.
Leider ist ein Hub recht "stur" und jede Netzwerkkarte kann
NUR empfangen ODER senden.
Da das natürlich recht nervig und fehleranfällig ist, wurde
ein sog. Switch entwickelt.
Wollen mehrere Rechner gleichzeitig miteinander kommunizieren, regelt
das Switch den Datenfluß recht intelligent. Der Unterschied ist
natürlich der Preis.
Was ist einem Router?
Der Router wird häufig mit einem Hub- oder Switch verwechselt.
Da er auch in einer kleinen Box untergebracht werden kann.
Genau genommen ist er ein Computer, der mittels zweier Netzwerkkarten
zwei unabhängig laufende Netze logisch miteinander verbindet.
Die kleinen Software-Router sind mit einem Mini-Betriebssystem (meistens
Linux oder Unix) und mit Strom und Netzkabelanschlüssen ausgestattet.
Ein normaler PC kann logischerweise auch als Router laufen. Er wird
dann Hardware-Router genannt und kann sehr effektiv genutzt werden,
um das DSL-Netz mit dem Heimnetz zu koppeln.
Die Software
Welches Betriebssystem ist optimal?
Nach dem Hardwarekram ist nun das leidige Thema "Software"
angesagt.
Das Betriebssystem ist wesentlich entscheidend, ob die Konfiguration
einfach von der Hand geht oder zur Qual wird.
Nach vielen Tests kann ich mich der Meinung der meisten Profis nur
anschließen:
Windows 2000 ist gerade für Einsteiger das beste Netzwerk-Betriebssystem.
Es glänzt mit einer einfachen Bedienbarkeit, den Top-Konfigurationsmöglichkeiten.
Durch das NTFS-Dateiformat kann man perfekt Benutzerrechte vergeben
und Daten sicher vor unbefugtem Zugriff schützen.
Warum nicht die Anderen?
Windows 3.X ist noch sehr störanfällig.
Mit Windows 98, 98 und ME bekommt man schon recht gut ein Netz zum Laufen.
Ist
aber wegen der ganzen Booterei und der schlechten Konfigurationsmöglichkeiten
nicht sehr Optimal.
Vom Thema Sicherheit reden wir da gar nicht erst!
Win NT ist schon etwas in die Tage gekommen.
Linux und Unix ist für Laien ungeeignet.
Windows XP nervt mit den ganzen Assistenten.
Viele
wichtige Funktionen sind schwer zu finden oder in der Home-Edition ganz
abgeschaltet.
Die Konfiguration von Betriebssysteme ist auf der nächsten
Seite beschrieben
DSL im Netzwerk
(T)DSL-Zugang mit mehreren Rechnern "teilen"
In den AGB von 1&1, T-Online & co ist es eine Mehrfacheinwahl
nicht erlaubt.
Macht man es trotzdem flattern gleich Mahnschreiben der Provider ins
Haus.
Entgegen vieler Meinungen aus Diskussionsforen oder irgendwelchen Softwareherstellern
und
PC-Shops, benötigt man KEINE spezielle Software und auch keinen
externen Netzwerk-Router um mehrere Rechner an einen DSL-Port zu hängen.
Windows bringt nämlich alles Nötige schon mit.
Welche Voraussetzung brauche ich für ein DSL-Netzwerk?
Um sich via DSL im Internet einzuloggen, wird einiges an Hardware benötigt.
Ein einfaches Modem genügt nun nicht mehr.
Wenn
man ISDN und eine analoge Telefonsteckdose betreibt, benötigt man
das kostenlos erhältliche NTBA. Dort wird dann das DSL-Modem (NTBBA)
angeschlossen.
An das NTBBA steckt man in den Port 1 ein Crossover-Kabel, dass dann
mit der 1. Netzwerkkarte des PC´s verbunden wird. Es genügt
hierfür durchaus eine 10 Mbps-Karte.
In die 2. Netzwerkkarte steckt man ein "normales" Netzwerkkabel,
dass mit einem Switch oder Hub verbunden wird. Als Netzwerkkarte sollte
eine 10/100 Mbps gewählt werden.
An den Hub können dann alle anderen Rechner verbunden werden.
Wie man die Betriebssysteme richtig einrichtet und konfiguriert, steht
auf der nächsten Seite.
Zusammenfassung & Optimale Konfiguration:
Router (oder Server): 2 versch. RJ45-Netzwerkkarten (eine
teure, eine NoName), Win2k
Client: je
eine NoName-RJ45-Netzwerkkarte, Win2k
Kabel: versch.
Farben und entspr. Längen RJ45
Verteiler: 5er
oder 7er Switch
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